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Frankenburger Würfelspiel.

Samstag, 16. Mai 2009

Als im Mai des Jahres 1625 in der protestantischen Pfarrei Frankenburg ein katholischer Pfarrer eingesetzt werden sollte, kam es zum bewaffneten Aufstand. Der Pfarrer wurde verjagt, der Pfleger der Grafschaft im Schloss Frankenburg belagert. Doch schon nach drei Tagen verließ die Aufständigen der Mut. Nachdem ihnen Gnade versprochen worden war, gaben sie die Belagerung auf. Gnade versprach auch der bayerische Statthalter im Lande ob der Enns, Adam Graf von Herberstorff, als er am 15. Mai alle männlichen Bewohner der Grafschaft auf das Haushamerfeld in Pfaffing zitierte, um über die Rebellion Gericht zu halten. Insgesamt wurden etwa 5.000 Männer dort zusammengetrieben, unter ihnen befanden sich die 36 mutmaßlichen Rädelsführer der Frankenburger Erhebung. Diese wurden von bayerischen Soldaten abgeschirmt und bekamen von Herberstorff ihre Verurteilung zum Tode mitgeteilt. Herberstorff ließ jedoch die Hälfte von ihnen „begnadigen“, wozu er die 36 Betroffenen paarweise um ihr Leben würfeln ließ. 17 Verlierer des darauf folgenden Würfelspiels wurden sofort gehängt, ein weiterer konnte auf Bitte des Pflegers der Grafschaft vor dem Strick bewahrt werden.

Bildrechte und Informationen:
www.wuerfelspiel.at

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