... ein Erzbischof namens Wolf Dietrich von Raitenau. Er hatte eine Geliebte oder heimliche Ehefrau, ihr Name war Salome Alt. Die beiden hatten 15 Kinder und da der Bischof seine Familie sehr liebte, zauberte er mit folgend frommen Wünschen eine „Unterkunft“ herbei: „ain schöns, groß, geviert, herrliches Gepeu, wie ain Schloss oder Vestung, mit ainem wolgezierten, von Plech gedeckten, glanzenden Thurn und inwendig, auch aussen herumb mit schönnen Gärten von allerlai Kleutlwerch, Paumgewächs und Früchten geziert und versehen“. Der fürsorgliche Landesfürst erreichte beim Kaiser sogar die Legitimierung, seine Kinder als rechtmäßige Erben einzusetzen und seine Familie in den Adelsstand zu erheben. Mutter und Kinder nannten sich von nun an „Alt von Altenau“. Aus Angst vor politischen Unruhen ließ Fürsterzbischof Markus Sittikus, ein Neffe von Wolf Dietrich "Onkel Wolf" in der Festung Hohensalzburg bis zu dessen Lebensende einsperren. Markus vertrieb die Frau und Kinder von Schloss Altenau und um die Erinnerungen an seine Vorgänger zu tilgen, sollte das Schloss von da an Mirabell heißen (mirabile=bewundernswert und bella=schön). Das Gute daran: "Markus Sittikus gelang es, Salzburg vom Dreißigjährigen Krieg heraushalten." Heute dient der Garten vor dem Bauwerk vielen Liebespaaren, den Hochzeitsfotografen und zur Anregung meiner Fantasie...
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