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Ein Sommermärchen

Sonntag, 05. August 2012

In der Grotte des Falkensteins, wo der Hl. Wolfgang zuerst gelebt haben soll, zeigt man noch den Eindruck seines Kopfes und seiner Hände, dann eine Quelle, die er aus dem Felsen sprudeln ließ. Alljährlich am Feste des Hl. Wolfgang kommen die Pilger in großer Zahl hieher, um zu beten und das wundertätige Wasser zu trinken. Inmitten der Kapelle sieht man zwei riesige Steine, welche die Pilger zu bewegen und in Drehung zu versetzen suchen. Gelingt dies, so ist es ein Zeichen, daß der Himmel ihnen die Sünden vergab. Und wenn die frommen Gläubigen dann heimkehren und unten an der Wand des Falkensteins im Boot vorüberfahren, dort, wo ein sieben, oder achtfaches Echo hallt, dann versäumen sie nicht zu rufen: "Heiliger Wolfgang, dürfen wir aufs Jahr wiederkommen? Alsdann sag ja!" "Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja", wiederholt das Echo, und die Leute ziehen weiter, glücklich über diese Einladung.

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