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MAI

Wider der Erwartung.

Sonntag, 08. Januar 2012

Wir verbrachten die Feiertage und den Jahreswechsel in einer russischen Datscha. Dort, fernab im Niemandsland, in einem Dorf welches übersetzt soviel wie: „Rabenschwarz“ heißt. In „Воронино“ gab es einen wertvollen Schatz - jeder der sein Haus verließ durfte sich nach Bedarf davon bedienen und soviel er tragen konnte mit nach Hause nehmen. Der Pfad führt uns zu einer Quelle mit Trinkwasser, diese Wertschöpfung nehmen wir mit in unsere Hütten. Für die Versorgung mit Lebensmittel verließen wir ab und zu unser romantisches Daheim, die nächste Haltestelle liegt nur 1 km von da entfernt. Der Ausflug führt uns nicht nur zur nächstgelegenen Stadt, sondern vielmehr in die Richtung der Kindheitserinnerungen, wie damals, als ich noch zu Fuß in den benachbarten Ort zur Schule ging. Mit den Gedanken an das Dorfleben kehren auch die Erinnerungen an die Jugend zurück und gleichzeitig denken wir an die Filmklassiker „Dr. Zhivago“ und den Roman „Krieg und Frieden“, den Traum von globalen Verständnis und damit an die Geschichte Russlands. Nun, alles was mich an die moderne Welt erinnert ist mein Telefon mit dem ich die Neujahrsgrüße an Freunde sende und einige Feuerwerkskörper, welche den trüben Nachthimmel erleuchten. Mit dieser Stimmung bekommt das Ritual „Jahreswechsel“ eine eigenartige Bedeutung, ich glaube an die Zukunft und verabschiede gleichzeitig ein ganzes Jahr in Richtung neueste Vergangenheit. Damit, wünsche ich uns für 2012 mehr: „Zeit, Gesundheit, Glück und Liebe“.

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